Bonds und Rohstoffe: Korrelation beachten!

US-Anleihen und Rohstoffe tendieren naturgemäß in unterschiedliche Richtungen; es besteht als eine negative Korrelation.

Warum ist das so?

Wenn es eine Inflation gibt steigen die Rohstoffpreise. Als Reaktion auf erhöhte Inflation erhöht die Notenbank in der Regel die Leitzinsen, was bärisch für die Kurse der Bonds ist.

Vor dem Hintergrund, dass die FED in den letzten Jahren die QE Programme eingestellt hat, die Zinsen wieder anhebt und auch die Inflation wieder leicht anzieht, kann man beobachten, dass die angesprochene Korrelation zwischen Rohstoffen und US-Anleihen wieder besser funktioniert, als zu Zeiten wo Deflationsängste herrschten und sich die FED gezwungen sah, „einzugreifen“.

Man kann deutlich erkennen, dass der Kurs der Anleihen bzw. T-Bonds ($USB) in entgegengesetzte Richtung wie der Rohstoffindex CRB ($CRB) tendiert.

Zur Zeit befinden sich beide Assetklassen in einer Seitwärtsrange. Es wird spannend zu beobachten, wann ein Ausbruch stattfindet. Ein Ausbruch im einen Markt, sollte auf Grund der Korrelation auch einen Ausbruch im anderen Markt nach sich ziehen.

Schaut man sich die Positionierungen der Commercials im CoT Report an, sowohl in den Anleihen als auch in Rohstoffen wie Kupfer und Rohöl, sprechen die Wahrscheinlichkeiten zur Zeit eher dafür, dass sich die Seitwärtsbewegungen noch fortsetzen oder die Anleihen steigen und die Rohstoffe fallen werden.

In diesem Zusammenhang wird es auch sehr spannend zu beobachten, wie sich die Inflation 2017 in den USA entwickelt, und ob die FED sich möglicherweise dann dazu gezwungen sieht, die Zinsen schneller als bisher erwartet anzuheben.