Erste Long-Signale (15.11.2019)

Autor: Tobias SchmidAutor: Tobias Schmid | Profi-Trader und Website-Betreiber
aktualisiert am: 15.11.2019

Kurz-Prognose & -Analyse

Der Bund-Future zeigt erste Anzeichen einer Trendumkehr (Long). Der Abwärtstrend ist aber noch nicht gebrochen, weshalb ich bereits eine erste kleine Long-Position aufgebaut habe, mit dem Ziel diese auszubauen, falls ein Ausbruch nach oben stattfindet.

Renditen der Bundesanleihen am Widerstandsbereich

Der nachfolgende Wochenchart zeigt, dass die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen bis auf ein Niveau von ca. -0,22 Prozent korrigerten. Auf diesem Kursniveau verläuft die Wochen-EMA 50, sowie das 38,2 Fibonacci Retracement der letzten großen Abwärtsbewegung.

Rendite deutscher Staatsanleihen

Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen korriegierte bis auf -0,22%

Langfristiger Aufwärtstrend im Bund-Future intakt

Fallende Renditen bedeuten steigender Bund-Fututre und umgekehrt. Der langfristige Monats-Chart des Bund-Future (nicht adjusitert) zeigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend noch intakt ist. Die Korrektur verlief bis an die letzen Hochs des großen Aufwärtstrend. Eine Fortsetzung des Aufwärtstrend scheint charttechnisch möglich, wenngleich der Unterstützungsbereich möglicherweise auch nochmal angetestet werden könnte.

Bund_Future_Monthly

Der langfristige Aufwärtstrend des Bund-Futures ist intakt

Korrektur charttechnisch noch nicht beendet

Als nächstes werfen wir einen Blick auf einen adjustierten Endloskontrakt auf Tagesbasis. Wir sehen, dass Umkehrsignale im Bereich der 200er EMA aufgetreten sind. Der Markt zeigt eine erste Reaktion, der  sekundäre Abwärtstrend ist jedoch noch nicht gebrochen bzw. umgekehrt. Daher ist auch nicht auszuschließen, dass der Bund-Future die Tiefs nochmals testet oder seitwärts tendiert. Long-Positionen haben daher aktuell ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis, jedoch sind diese noch etwas spekulativ.

Bund_Future_Daily

Ist die Korrektur zu Ende?

Bund Future noch im Korrekturmodus (25.10.2019)

Autor: Tobias SchmidAutor: Tobias Schmid | Profi-Trader und Website-Betreiber
aktualisiert am: 25.10.2019

Bis in den August hinein kannte der Bund Future das gesamte Jahr 2019 nur eine Richtung. Dafür gab es zwei Ursachen: Mit der Nominierung von Christine Lagarde für das Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank wurde eine Fortsetzung und Ausweitung der expansiven Geldpolitik eingepreist. Eine Wende um 180 Grad in der Zinspolitik der FED begrub zudem endgültig die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit mit einer Normalisierung der Zinsen (international) zu rechnen ist.

Wie der nachfolgende Chart zeigt, fielen die Renditen deutscher Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren in der Spitze auf ein Niveau von -0,74%, was im Umkehrschluss zu einer Rally im Bund-Future führte.

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Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen

Kurz-Prognose & -Analyse

Aufgrund der Zinspolitik der EZB und der FED rechne ich mittelfristig eher mit weiter fallenden Zinsen und suche daher im Bund-Future Trades auf der Long-Seite.

Fallen die Zinsen bald wieder?

Mittelfristig ist mit einer Kehrtwende der Zinspolitik nicht zu rechnen – im Gegenteil. Daher sehe ich die jüngste Erholung als eine Korrektur an, wonach Potenzial auf weiter fallende Zinsen besteht.

Aufgrund der negativen Korrelation von Renditen und Kursen der Anleihen, würde dies ein Long-Setup für den Bund-Future ergeben. Da der Bund-Future wie auch die Renditen noch ein klein wenig Korrektur-Potenzial besitzen, kann ich mir zwei Möglichkeiten für einen Long-Einstieg vorstellen:

Möglichkeit 1: Bund korrigiert bis zur 50er EMA

Falls die Korrektur fortgesetzt wird, wäre im Bereich der 50er Wochen-EMAs (sowohl im Bund-Future als auch bei den Renditen) ein charttechnisch interessantes Einstiegsniveau. Für einen Einstieg möchte ich jedoch Umkehrsignale und eine Bestätigung des Volumens sehen.

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Im Bereich der Weekly EMA 50 un dem unteren Bollinger-Band wäre ein Long-Einstieg interessant

Möglichkeit 2: Ausbruch nach Seitwärtsbewegung

Falls die Korrektur schon früher endet, suche ich den Long-Einstieg, falls der Bund-Future den Widerstand im Bereich der letzten lokalen Tiefs bei ca. 172,25 (inkl. EMAs) durchbrechen kann und ebenfalls Volumen-Signale auftreten.

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Zweites Long-Setup, falls der Bund-Future eine Trendumkehr vollzieht