FED senkt die Zinsen noch nicht. Markterwartung für Zinssenkung im Juli bei 65%.

Autor: Daniel | Profi-Trader und Autor | Datum: 20.06.2019

Kurz-Prognose & -Analyse

Wie erwartet hat die FED die Zinsen diesen Monat noch nicht gesenkt, das Tor für mögliche Zinssenkungen in den kommenden Monaten aber weit geöffnet.

Die Erwartungen des Marktes für eine Zinssenkung bereits im Juli liegen bei 65%.

Somit ist der Markt bis zur nächsten Sitzung der FED nach unten erstmal abgesichert. Der bestehende Hedge des US-Portfolios wurde daher aufgelöst.

Im Hinterkopf muss allerdings die hohe Gefahr einer möglichen Enttäuschung der Markterwartungen im Juli behalten werden.

FED senkt die Zinsen diesen Monat noch nicht.

Wie von uns erwartet hat die FED den Leitzins in den USA nicht verändert.

Gleichzeitig hat sie aber signalisiert, dass sie bereit ist die Zinsen zu senken, wenn sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten verschlechtern sollten.

Markterwartung für Zinssenkung im Juli bei 65%.

Die Erwartung der Märkte, dass der Zins bereits im Juli gesenkt wird liegt aktuell bei 85%.

Damit kommen wir als Trader/Investor in die seit längerer Zeit nicht mehr vorhandene glückliche Situation das nun sehr eindeutige Szenarien sichtbar sind, wie es an den Märkten weitergehen könnte.

Szenarien zur möglichen Marktentwicklung in den nächsten 6 Wochen.

Kommt es auf dem G20 Gipfel Ende dieses Monats zu einer Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China werden die Aktienmärkte stark steigen.

Kommt es zu keiner Einigung scheinen die Märkte durch die Ankündigung der FED nun aber nach unten gut abgesichert, denn sie setzten in dem Fall einfach auf neues billiges Geld durch die Notenbanken (auch Mario Draghi hat ja eine mögliche weitere Senkung der Zinsen angekündigt, mehr dazu findest du im Update der DAX-Analyse).

Aktuell gibt es aus unser Sicht nur noch drei Szenarien die zu einem weiteren massiven Abverkauf an den Märkten führen könnten:

  1. Es kommt im Juni zu keiner Einigung im Handelsstreit und die FED enttäuscht im Juli die Erwartungen der Anleger und senkt die Zinsen nicht. Dies würde wohl zu massiven Verkäufen am Aktienmarkt führen.
  2. Es kommt zu einem Krieg zwischen den USA und dem Iran, inklusive einer Blockade der Straße von Hormus.
  3. Ein „Black Swan“ taucht auf.

Es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit für Szenario 1, Szenario 2 dagegen ist unwahrscheinlich, leider aber nicht unmöglich. Mit der Gefahr von Szenario 3 muss man als Trader/Investor immer leben.

Da die Märkte durch die Ankündigungen der Notenbanken nach unten relativ abgesichert sind haben wir den Hedge des US-Portfolios aufgelöst.

Schreiben von Puts nun möglich.

Mit entsprechender Risikobereitschaft besteht nun ferner die Möglichkeit Puts zu schreiben.

Wer den Hedge noch nicht auflösen möchte kann ihn auch bestehen lassen und zusätzlich Puts schreiben.

In beiden Fällen sind natürlich ausreichende Kenntnisse im Handel von Optionen Voraussetzung.

Reaktion der institutionellen Anleger ist entscheidend.

Wir beobachten nun in den nächsten Tagen die Reaktion der institutionellen Anleger auf die Lage.

Es darf bei aller scheinbar nun am Markt herrschenden Euphorie ob der Aussicht auf neues billiges Geld nicht vergessen werden, dass die institutionellen Anleger in den letzten Wochen massiv Risiken reduziert haben.

Institutionelle Anleger springen nicht hinter jeder Marktbewegung hinterher, die Erwartungen für das Gewinnwachstum der Unternehmen sind so negativ wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Ändern sich diese Erwartungen nicht in einen positiveren Bereich ist es fraglich ob wirklich genug institutionelle Teilnehmer an den Aktienmärkten zurückkehren, um die ganz große Aufwärts-Bewegung an den Aktienmärkten auslösen zu können.

Das nächste Update zu dieser Analyse erscheint im Verlauf der 27. Kalenderwoche.

Senkt die FED am Mittwoch die Zinsen?

Autor: Daniel | Profi-Trader und Autor | Datum: 17.06.2019

Kurz-Prognose & -Analyse

Eine Zinssenkung durch die FED am kommenden Mittwoch ist möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

Wir halten vorerst an unserer neutralen Ausrichtung fest, daher bleibt das US-Portfolio unangetastet. Der offene Hedge bleibt bestehen.

Im Falle einer Zinssenkung wird die Lage komplett neu bewertet.

Handelsstreit nimmt kein Ende

An den Finanzmärkten wird immer verstärkter die Vermutung geäußert (und auch entsprechend gehandelt), dass es auch beim G20 Gipfel Ende Juni noch keine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China geben wird.

Handelsstreit hat Auswirkungen auf die Weltwirtschaft 

Da der Handelstreit immer stärker sowohl die chinesische Wirtschaft als auch die Weltwirtschaft (vor allem den Handel mit Waren) schwächt, hat die Furcht vor einem noch Monate anhaltenden und weiter eskalierenden Konflikt im Mai zu einer größeren Korrektur an den Aktienmärkten geführt.

Der Dow notiert aktuell (Stand: 17.06.2019) wieder oberhalb der 200-Tages-Linie.

Korrektur kommt an oberer Gap-Kante zum stehen

Der Dow ist bis auf etwas unter 24800 Punkte gefallen und damit genau an die obere Gap-Kante, eines noch nicht geschlossenen Aufwärts-Gaps von Ende Januar (siehe auch die Analyse vom 03.06.2019).

Dort kam die Korrektur zum stehen, denn es kamen neue „Zinsfantasien“ in den Markt.

Wie du sehen kannst notiert der Dow Jones derzeit wieder deutlich oberhalb der 200-Tages-Linie.

Kommt es zur Senkung der Zinsen in den USA?

Die FED könnte diesen Mittwoch eine Senkung der Zinsen beschließen.

Die Frage ist, wie realistisch dieses Szenario ist.

Schaut man sie die fundamentalen Daten der US Wirtschaft an, spricht wenig dafür, dass die FED die Zinsen tatsächlich senken wird.

Einige Fundamentale Daten zur Auswahl

Die Arbeitslosen-Quote in den USA ist nach wie gering.

Nach einem kurzen Anstieg der Arbeitslosenquote Anfang 2019 sinkt diese wieder.

Wie du sehen kannst sieht die Arbeitslosenquote nach wie vor gut aus.

Auch der Consumer- Price-Index zeigt keine Dellen.

Der Consumer-Price-Index steigt nach wie vor.

Allerdings zeigt die Industrieproduktion bereits Anzeichen von Schwäche.

Die US-Industrieproduktion zeigt etwas Schwäche.

Dies ist nur eine kleine Auswahl von fundamentalen Daten.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die US-Wirtschaft (ausgehend von einer Analyse der Fundamental-Daten) noch sehr stabil ist.

Die Institutionellen Marktteilnehmer sind im risk-off-Modus. 

Geändert hat sich aber das Verhalten der institutionellen Marktteilnehmer, diese stoßen weiterhin fröhlich Risiken ab, und schichten Gelder in „sicherere“ Asset um.

Im folgenden Chart siehst du die Entwicklung des Goldpreises und der Rendite der deutschen 10-Jahres-Anleihe.

Die institutionellen Marktteilnehmer schichten Gelder verstärkt in

Der Goldpreis und die Anleihen-Kurse steigen immer weiter (Anmerkung: Anleihen-Kurse und Zinsen sind invers korreliert, deswegen ist die rote Linie abwärts gerichtet). Wie du sehen kannst ist der Wert der Anleihen-Rendite mit -0,254 negativ. Dies bedeutet, dass Anleger Deutschland Geld dafür zahlen, wenn sie Deutschlands Anleihen kaufen.

Warum sollten Anleger ein so unrantables Geschäft eingehen, wenn sie daran glauben würden, dass der Wirtschaft rosige Zeiten bevorstehen?

Sie tun es offensichtlich nicht.

Szenario für keine Zinssenkung 

Dennoch lässt sich sagen: bleibt die FED dabei die „nackten Zahlen“ zu bewerten, wird es am Mittwoch keine Zinssenkung geben.

Wir vermuten, dass die Folge Kursverluste wären. Da am Freitag auch noch der „große Hexensabbat“ (Verfall von Optionen und Futures) ist und zu diesem Termin eh immer große Bewegungen an den Märkten herrschen könnten die Abwärtsbewegungen auch relativ stark ausfallen.

Szenario für Zinssenkung

Bewertet die FED hingegen das Verhalten der institutionellen Marktteilnehmer höher, ist eine Zinssenkung möglich.

Eine Zinssenkung würde wohl zu steigenden Kursen führen.

Die Frage ist dann allerdings wie lange die Kurse steigen. Denn es könnte an den Märkten die Frage aufkommen wie unabhängig die FED noch ist (Stichwort: Trump und seine Angriffe auf die bisherige Geldpolitik der FED).

Würden die Marktteilnehmer damit beginnen die Unabhängigkeit der FED ernsthaft in Frage zu stellen könnten die Folgen dramatisch sein und zu einer Verkaufs-Welle in sämtlichen Asset-Klassen führen.

Das wahrscheinlichste Szenario

Das Wahrscheinlichste Szenario (das von dem wir derzeit ausgehen) ist, dass die FED die Zinsen am Mittwoch nicht erhöhen wird, sich aber eine Senkung der Zinsen im Falle von einer Verschlechterung der fundamentalen Daten (Insbesondere auch bei einem Anstieg der Arbeitslosigkeit) verbal offenhalten wird.

Da wir vermuten, dass die Marktreaktion darauf ehr neutral bis negativ sein wird bleibt unser US-Portfolio derzeit unangetastet. Der Hedge bleibt bestehen.

Falls notwendig folgt ein kurzfristiges Update zu dieser Analyse. Ansonsten folgt das nächste Update zu dieser Analyse nach dem Ende des G20 Gipfel am 30.06.2019.

Droht nun ein massiver Abverkauf an den US-Aktienmärkten? 

Autor: Daniel | Profi-Trader und Autor | Datum: 03.06.2019

Kurz-Prognose & -Analyse

Der Dow ist nach der starken Abwärtsbewegung in KW22 angeschlagen. Wir revidieren unsere long-Ausrichtung in Richtung einer neutralen Phase.

Ein Hedge für das Portfolio wird eröffnet, da weitere deutliche Kursverluste nicht ausgeschlossen werden können.

Institutionelle Investoren bewerten die Risiken neu.

In der letzten Woche hat sich die Situation an den internationalen Aktienmärkten dramatisch verschlechtert.

Hatten die grossen Investoren Anfang des Jahres noch auf eine relativ schnelle Einigung im Handelstreit zwischen den USA und China gesetzt, wird diese Erwartung nun komplett relativiert.

In den Portfolios bestehende Risiken werden nun endgültig abgestoßen.

Übergang von Aktien in Anleihen ist verstärkt worden. 

Du erkennst den Übergang in den „Risk-Off-Modus“ sehr schön an dem folgenden Chart.

Massive Risk-Off-Bewegung in KW 22

Der Chart zeigt die prozentuale Entwicklung von Gold, dem Kurs amerikanischer Staatsanleihen und dem S&P500 über die letzten 7 Handelstage.

Während die klassischen „sicheren Häfen“ Gold und US-Staatsanleihen in dieser Zeit um 2,98 und 3,48% gestiegen sind ist der S&P500 um 3,92% gefallen.

Eine klassische „Risk-Off-Bewegung“.

Auch an anderen Zahlen ist dies gut zu erkennen. In der letzten Woche sind mehr als 7 Milliarden US Dollar aus Aktienfonds abgezogen und in Anleihenfonds umgeschichtet worden.

Investoren gehen nicht mehr von schneller Einigung im Handelstreit USA/China aus. 

Die Investoren gehen also ganz offensichtlich nun nicht mehr davon aus, dass es zu einer baldigen Einigung zwischen den USA und China im Handelstreit kommen wird.

Die Frage ist nun: wie wird sich das auf die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und US-Wirtschaft auswirken?

Langfristig orientieren sich Aktienmärkte an Fundamental-Faktoren.

Es ist für einen langfristig ausgerichteten Investor immer wichtig zu bedenken, dass sich Aktienmärkte langfristig immer entlang der Entwicklung der Konjunktur bewegen.

In ihren kurzfristigen Bewegungen können sie aber teils erheblich von dieser Linie abwichen.

Wir haben diesen Sachverhalt in der folgenden Grafik dargestellt.

Langfristig orientieren sich Aktienmärkte an fundamentalen Daten.

Aktienmärkte können sich teils massiv von ihren fundamentalen Daten entfernen. 

Das Problem in der Praxis des Investierens ist, dass Märkte extrem übertreiben können (sowohl nach oben wie auch nach unten) und dass Aktienmärkte lange vor der Realwirtschaft die Richtung wechseln.

Eine massive Abwärtsbewegung am Aktienmarkt ist schon lange am Laufen, bevor die Realwirtschaft in eine Rezession eintritt.

Es ergibt sich also immer das Problem, dass sich in Phasen wie der jetzigen die Frage stellt, ob wir es mit einer „Markttypischen“ übertriebenen Bewegung zu tun haben, oder mit dem Beginn einer sehr langfristigen Abwärtsbewegung, als Vorläufer des Übergangs in die Rezession.

Technische Lage im Dow Jones.

Betrachten wir die technische Lage im Dow, die nun wirklich schlecht aussieht.

Das technische Bild im Dow Jones hat sich in KW 22 massiv verschlechtert.

Der Dow hat die 200-Tages-Linie inzwischen deutlich nach unten gebrochen. Sein letzter Schlusskurs war an der oberen Gap-Kante eines bisher nicht geschlossenen Aufwärts-Gap von Ende Januar 2019 (grüne Linie im Chart).

Es ist wahrscheinlich, dass der Dow dieses Gap nun schliessen wird, also Richtung 24600 Punkte fällt.

An dieser Stelle wird es dann entscheidend. Entweder wird der Dow direkt weiter fallen, oder eine stärkere Gegenbewegung in Richtung eines „Retests“ der 200-Tages-Linie starten.

Drei mögliche Szenarien:

Wir haben hier mehrere mögliche Szenarien zusammengestellt:

  1. Dow kehrt in die Aufwärtsbewegung seit Anfang des Jahres zurück.

Szenario 1

Dieses Szenario scheint aktuell nur noch unter drei Bedingungen möglich.

1: Es kommt zu einer Einigung im Handelstreit.

2: Es kommt zu einer erneuten massiven Spekulation auf eine Einigung.

3: Die FED senkt die Zinsen.

2. und 3.

Die Szenarien zwei und drei sind für Anleger weniger schön, da bei beiden mit weiter fallenden US-Aktienmärkten gerechnet werden muss.

Szenario 2

Szenario 3

Während bei Szenario 1 alles in Ordnung ist, könnten die Szenarien 2 und 3 den Übergang in Richtung Bärenmarkt darstellen.

Kommt es zum Bärenmarkt?

Ein Bärenmarkt ist gegeben, wenn der Markt, von seinem letzten Hoch aus gemessen, 18% an Wert verliert.

Bisher hat der Dow seit seinem letzten Hoch knapp 7% an Wert verloren.

Bis zu einem Bärenmarkt hat der Dow noch 11%

Bis zu einem Bärenmarkt sind es also noch 11%.

Fazit

Aktuell sind uns die harten fundmentalen Daten noch zu gut, um auf einen Abfall der US-Wirtschaft in Richtung Rezession zu setzten.

Der Markt ist aber inzwischen zu weit gefallen um die reine long-Ausrichtung unseres langfristigen Portfolios noch aufrecht zu halten.

Daher eröffnen wir nun einen Hedge für das Portfolio.

Chance auf kurzfristigen Trade.

Ferner eröffnen wir bei unter 24600 Punkten oder einem Retest der 200-Tages-Linie (und Abpraller) einen kurzfristig ausgerichteten short Trade.

Das nächster Update dieser Analyse erscheint in spätestens 14 Tagen.

Dow in Seitwärts-Phase 

Autor: Daniel | Profi-Trader und Autor | Datum: 27.05.2019

Kurz-Prognose & -Analyse

Der Markt ist aktuell zwischen den Gefahren des Handelskonfliktes und den weiter guten Fundamentaldaten gefangen und in eine Seitwärts-Phase getreten.

Die Marktbreite zeigt weiterhin Schwächezeichen. Dennoch bleibt unsere long-Ausrichtung vorerst bestehen.

Dow an der 200-Tages-Linie nach oben abgeprallt.

Der Dow ist wie erwartet an der 200-Tages-Linie nach oben abgeprallt. Es ist allerdings zu keiner grossen Bewegung nach oben gekommen, was angesichts der Lage nicht verwunderlich ist.

Weiter keine Einigung im Handelsstreit.

Es gibt immer noch keine Einigung im Handels-Streit zwischen den USA und China. Da dies die gesamten US Märkte belastet ist aktuell, in der kurzfristigen Betrachtung, kein weiteres Potential nach oben vorhanden.

Gleichzeitig sind die fundamentalen Daten aber immer noch gut, sodass auch kein extremer Druck nach unten besteht.

So ist es wenig verwunderlich, dass der Dow, innerhalb seines übergeordneten Aufwärtstrend, in eine Range-Phase getreten ist.

Die im letzten Video vorgestellten Options-Trades auf den S&P 500 E-Mini Future profitieren derweil von dieser Entwicklung.

Weitere Entwicklung liegt erstmal in den Händen von Donald Trump.

Donald Trump ist völlig unberechenbar und die Verkündung einer Einigung im Handelst-Streit daher jederzeit möglich, oder auch die Ankündigung noch höhere Strafzölle.

Es ist aber zu vermuten, dass es vor dem G20 Gipfel Ende Juni zu keiner Einigung kommen wird. Bis dahin ist daher weiter mit eher seitwärts laufenden US Märkten zu rechnen.

Eine Einigung oder auch nur die Spekulation auf eine Einigung würde den Dow hingegen sofort wieder nach oben treiben.

Gefahr mehrmonatiger Seitwärtsphase, oder starker Korrektur im Falle einer Nicht-Einigung bis Ende Juni.

Sollte es auch Ende Juni zu keiner Einigung kommen ist, angesichts der Tatsache, dass wir nun in die eh meist mauen Sommermonate gehen, leider mit einer monatelangen Seitwärtsbewegung zu rechnen, oder gar einer grösseren Korrektur.

Marktbreite sendet weiter Warnsignale.

Marktbreite Dow Jones Industrial vom 27.05.2019

Martbreite S&P500 vom 27.05.2019

Die Marktbreite sendet weiter Warnsignale, ist aber noch in einem akzeptablen Bereich (Betonung liegt auf noch!).

Stress-Index bleibt im grünen Bereich.

Der im letzten Video vorgestellte Stress-Index schlägt bisher nicht aus.

Der Stress Index der Notenbank von St. Louis bleibt im grünen Bereich (27.05.2019).

Fazit

Als Gesamtbewertung bleibt festzuhalten, dass wir derzeit an der long-Ausrichtung des US Anteils des Portfolios vorerst festhalten.

Das nächste Update zur dieser Analyse erfolgt in spätestens 14 Tagen.

Breiter Markt schwächelt – Entscheidung vertagt

Autor: Daniel | Profi-Trader und Autor | Datum: 14.05.2019

Kurz-Prognose & -Analyse

Vor dem Hintergrund der Zuspitzung des Handelskonflikts, zeigt der breite Markt Schwäche. Sollte der Dow Jones die EMA 200 per Tagesschlusskurs nachhaltig durchbrechen, rechnen wir mit einer Fortsetzung der Korrektur.

Nachdem sich im Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin keine Entspannung abzeichnet, gehen die Aktienmärkte in den Korrekturmodus über. Der Dow Jones Index vollzog eine Korrektur bis an die Tages-EMA 200.

Die Chinesen haben auf die Erhöhung der amerikanischen Strafzölle mit einer „Vergeltungsmassnahme“ reagiert und ebenfalls die Zölle erhöht.

Mit weiteren Gesprächen wird Ende Juni gerechnet. Bis dahin wird dieses Thema wohl die Märkte beschäftigen und darüber entscheiden, ob es zu einer nachhaltigeren Korrektur kommt, oder ob der übergeordnete Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird.

Für eine genauere Analyse schaust Du Dir am besten oben das Video an.

Donald Trump beendet wohl vorerst die laufende Rally am Aktienmarkt

Autor: Daniel | Profi-Trader und Autor | Datum: 06.05.2019

Kurz-Prognose & -Analyse

Trotz der neuen Drohungen von Donald Trump gegen China halten wir an der langfristigen long-Ausrichtung für die US-Märkte fest. Wir stufen Trumps neuerliche Aussagen nur als Verhandlungstaktik ein, die nicht überbewertet werden sollte.
Erst ein endgültiges Scheitern der Handelsgespräche zwischen den USA und China würde eine komplette Neubewertung der Lage und des Portfolios nötig machen.

Long-Prognose bleibt bestehen

In unseren letzten Veröffentlichungen zum Dow Jones und zum DAX vertraten wir stets eine Long-orientierte Position.

Donald Trump hat diese Nacht deutscher Zeit, wie üblich via Twitter, angekündigt, dass ab diesen Freitag die Strafzölle auf betroffene chinesische Exporte in die USA von derzeit 10% auf 25% mehr als verdoppelt werden.

In Kombination mit einer, in der kurzfristigen Perspektive, sowieso schon stark überkauften Situation am Aktienmarkt kommt es daher heute (06.05.2019) weltweit zu bisher deutlichen Kursverlusten an den Aktienmärkten.

Es ist nun als Investor sehr wichtig, nicht die Nerven zu verlieren! Wir halten aktuell an unsere Long-Prognose fest. Es besteht derzeit kein Grund langfristig laufende Long-Positionen abzustossen!

Alle Indikatoren, sowohl die technisch orientieren als auch die fundamentalen, zeigen nach wie vor klar in die Long-Richtung.

Die Ankündigung von Trump muss in den richtigen Kontext gesetzt werden: Donald Trump verfolgt seit Jahrzehenten einen sehr aggressiven Verhandlungsstil, den man sinngemäß ins Deutsche übersetzen kann als: „Alles-oder-Nichts-Stil“.

Da die Chinesen dies Wissen und auch Verstehen (im Gegensatz zu den Europäern, denen dieser Verhandlungsstil völlig fremd ist) sind die Chinesen meist gut dazu in der Lage „angemessen“ zu reagieren.


Wie weit können die Kurse fallen und was soll ich tun?

Es ist schwierig bis unmöglich zu sagen, wie weit die Kurse nun fallen werden, dennoch möchten wir hier eine Prognose wagen. Als Erstes bleibt festzuhalten: Solange die Verhandlungen nicht endgültig scheitern, ändern wir unsere Long-Ausrichtung aktuell nicht.

Doch was soll man nun tun, wenn man sich mit der aktuellen Entwicklung „unwohl“ fühlt?

Einfach nur warten? Dies ist für ein langfristiges Portfolio sicher das Beste. Zu häufiges „rumpfuschen“ in langfristig ausgerichteten Portfolios ist einer der Hauptgründe für schlechte Renditen. Letztlich hängt es natürlich auch von der persönlichen Risikobereitschaft ab, wie nun vorgegangen werden sollte.

Bei eher geringer Risikobereitschaft würde ich das Portfolio mit Short-Future-Positionen absichern. Aktuell ist der Future für den Hedge (Absicherung) die bessere Wahl, da Put-Optionen auf Grund der gestiegenen Volatilität schon etwas teurer geworden sind.

Bei einer grösseren Risikobereitschaft und einer übergeordnet bullischen Marktmeinung, kann man sich nun genau dies zunutze machen. Da die Prämien für Puts aktuell etwas gestiegen sind, kann man selber Puts schreiben und so die Prämien einnehmen. Dies ist natürlich nicht ungefährlich und sollte nur von erfahrenen Anlegern umgesetzt werden, da die Kurse der Aktien, und damit auch der Indizes, weiter fallen könnten. Aggressiv agierende Kurzfristtrader können aktuell natürlich mit Future-Positionen relativ leicht Geld verdienen.


Technische Lage im Dow Jones

Werfen wir noch einen Blick auf die Charttechnik des Dow Jones. Schaue Dir bitte das folgende Bild an:

2019-05-06_Dow_Jones

Charttechnisch ist der Dow Jones derzeit noch gut unterstützt

Mit den beiden roten und blauen Linien sind zwei bisher nicht geschlossene Aufwärts-Gaps markiert. An der oberen roten Linie verläuft ferner die 50-Tages-Linie (blaue Linie), knapp unter der unteren blauen Linie verläuft die 100-Tages-Linie (braune Linie).

Mit einem Rückfall des Dow-Jones auf die einsehbaren ca. 26050 Punkte ist zu rechnen, wenn es zu keiner schnellen Entspannung im „Handelspoker“ kommt.

Bei 25675 Punkten hätte der Dow fast 1000 Punkte verloren. Stand heute (06.05.2019) gehen wir davon aus, dass der Dow Jones Index – außer im Falle eines endgültigen Scheiterns der Verhandlungen – nicht unter maximal diesen Bereich fallen wird. Selbst dieser Sturz ist aber unwahrscheinlich, wenn nicht gewisse grosse Teilnehmer am Finanzmarkt ihre Position auflösen.

Fazit

Da am heutigen Montag noch nicht klar ist, ob die Aüßerungen Donald Trumps zu stärkeren Abverkäufen führen werden, oder ob auf Grund des übergeordneten Aufwärtstrends das „Dip“ sofort wieder gekauft wird, warten wir nun zunächst den heutigen und morgigen Tag ab und veröffentlichen, falls nötig, dann noch diese Woche eine neue Analyse mit einer weiteren Bewertung der Lage. Es bleibt zudem spannend zu beobachten, ob es verbal zwischen den USA und China zu einer weiteren Verschärfung,  oder zu einer schnellen Entspannung kommen wird.

Dow Jones Analyse: Was sagt der „breite Markt?“

Datum: 04.04.2019

In der letzten Dow Jones Analyse vom 29.03 (siehe unten) hatten wir festgestellt, dass die einfache Technische Analyse für den Dow Jones Industrial Average ein Long-Signal ausgibt.

In der heutigen Dow-Analyse wollen wir nun prüfen ob die Markbreite dieses Long-Signal bestätigt. Die Analyse der Marktbreite kann sehr umfangreich gestaltet werden, aus Erfahrung ist aber auch hier das „keep it simpel-Verfahren“ vorzuziehen.

Daher analysieren wir zur Messung der Marktbreite hier erstmal nur wenige Indizes.

Sehen wir uns als erstes an wieviel Prozent der im Dow vertretenen Aktien derzeit über der 200-Tages-Linie (EMA) und der 50-Tages-Linie (EMA) liegen.

Anzahl Akiten über SMA 50 & 200 Dow Jones - 2019-04-04

Die untere grüne Linie im Bild zeigt uns an, dass derzeit mehr als die Hälfte der im Dow vertreten Aktien über der 200-Tages-Linie liegen. Auch ist schön zu sehen, dass die grüne Linie selber einen Aufwärtstrend bildet und die Bewegungen sehr schön pararell mit den Bewegungen des Trends des Dow laufen.

Dies ist beides ein gutes Zeichen.

Sehen wir uns noch die Situation bei der 50-Tages-Linie an, dargestellt durch die orange Linie im Chart oben. Hier ist dasselbe zu sagen wie für die grüne Linie. Die Mehrzahl der im Dow Jones Index vertreten Aktien befindet sich also aktuell sowohl über der 50-Tages-Linie als auch über der 200-Tages-Linie, womit die Marktbreite als „bestätigt“ anzusehen ist.

Da der Dow selber nicht den breiten Markt repräsentiert ist es zu empfehlen, sich auch noch anzusehen ob die Marktbreite auch bei einem Markrbreiten Index wie dem S&P500 stabil verläuft.

Prüfen wir dies mit dem nächsten Chart:

Anzahl Aktien über SMA S&P 500 - 2019-04-04

Wir sehen, dass auch im S&P500 derzeit mehr als die Hälfte der im Index vertretene Aktien sowohl oberhalb der 50-Tages-Linie als auch oberhalb der 200-Tages-Linie verlaufen. Auch im S&P500 ist die Marktbreite also als „bestätigt“ anzusehen.

Im dritten und letzten Schritt prüfen wir dies nun noch für alle an der New York Stock Exchance vertreten Aktien:

ANzahl Aktien über SMA NYSE - 2019-04-04

Hier ist die Sache etwas knapper. Wie wir sehen sind nur knapp über 50% der an der NYSE gehandelten Aktien derzeit über der 200-Tages-Linie aber 66% bereits über der 50-Tages-Linie.

Interessant dabei ist, dass bei allen drei Messungen der Anteil der Aktien die über der 50-Tages-Linie liegen grösser ist als der Anteil der Aktien die über den 200-Tages-Linie liegen.

Aktuelle Prognose (04.04.2019)

Mit diesem Wissen können wir die Hypothese aufstellen, dass ein klarer Aufwärtsschub an den Aktienmärkten besteht und in Zukunft immer mehr Aktien, die jetzt noch unterhalb der 200-Tages-Linie liegen, diese in Zukunft überschreiten werden, also mit weiter steigenden Kursen zu rechnen ist.

Um diese Hypothese zu überprüfen messen bzw. analysieren wir in der nächsten Analyse das Volumen.

Als Fazit bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass die Messung der Marktbreite das Long-Signal der Technischen Analyse bestätigt.

Wir haben also nun ein „einfach bestätigtes Long-Signal“.

Diese Einstufung ist wichtig, wenn wir am Ende der Analyse die Qualität unseres ursprünglichen Signals messen werden.

(Autor des Artikels: Daniel Feldhoff, Senior Trader)

Dow Jones Analyse: Neue Hochs in Aussicht?

Datum: 29.03.2019

Betrachten wir das erste Bild. Es ist klar zu erkennen, dass der Dow einen Grossteil seiner Ende 2018 erlittenen Verluste wieder ausgeglichen hat.

Bei 26250 Punkten liegt ein Widerstand. Hier ist der Dow Anfang Dezember 2018 und zuletzt Ende Februar 2019 abgeprallt.

Dow Jones Index 2019-03-29

50% Korrektur

Als nächstes sehen wir uns einen sehr langfristigen Chartausschnitt an. Wir betrachten hier einen Zeitraum von 20 Jahren und nutzen dabei eine logarithmische Skalierung des Charts. Mit Hilfe des eingezeichneten Fibonnaci-Korrektur-Tools können wir leicht erkennen, dass die massive Korrektur des Dow Ende 2018 den Dow fast an das 50er Korrektur-Niveau herangeführt an.

Nach der Logik der reinen Technischen Analyse spricht dies dafür, dass der langfristige Aufwärtstrend intakt ist und somit in den nächsten Wochen, oder Monaten, mit einem Überschreiten des letzten Hochpunktes zu rechnen ist.

Dow Jones langfristig Fibonacci Retracement 2019-03-29

Unterstützung durch EMA/SMA & Trendlinie

Sollte es in Kürze wieder eine Korrektur geben, was nicht unwahrscheinlich ist (mehr dazu im nächsten Teil dieser Analyse), könnte die eingezeichnete rote Trendlinie eine erste Unterstützung bieten.

Dow mit Trendlinie 2019-03-29

Aktuell liegt der Dow auch über der 200 Tages-Linie (dargestellt als MA und EMA) sowie über der 100 Tages-Linie. Nach der Logik der reinen Technischen Analyse bestätigt dies die derzeitige Aufwärtsbewegung des Dow.

Dow mit EMA & SMA 200 2019-03-29

Auch das Bewegungsmuster ist technisch gesehen „sauber“. Der Dow kreuzt Anfang Februar die einfache (schwarze) 200 Tages-Linie von unten nach oben und vollzieht wenige Tage später eine Korrektur (eine solche Bewegung wird als „Retest“ bezeichnet). Ein, nicht unüblicher, zweiter Retest erfolgt ca. 4 Wochen später (roter eckiger Kasten).

Es gibt eine Vielzahl technischer Indikatoren mit denen eine Technische Analyse nun weitergeführt werden könnte.

Unser Tipp ist, die reine Technische Analyse so einfach wie möglich zu halten und nur mit sehr wenigen Indikatoren zu arbeiten.

Ich persönlich nutze nur die gleitenden Durchschnitte und den RSI (ich nutze den RSI jedoch anders als es üblich ist, dazu später mehr in einem eigenen Artikel).

Dow Retest 200er SMA 2019-03-29

Aktuelle Prognose (29.03.2019)

Als Fazit halten wir fest, dass die Technische Analyse derzeit ein Long-Signal ausgibt.

Im nächsten Teil dieser Analyse beschäftigen wir uns mit den Marktbreite und prüfen ob diese das Long-Signal der Technischen Analyse bestätigt.